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Schutzausrüstung

Helm für das Historische Fechten von Jiří Kronďák

Der folgende Helm wurde bei Fechthelm von Lixa Rebellum (aka Waffenmeister) erworben. Nach unserer Kenntnis stammt dieser Helm aus der Schmiede von Jiří Kronďák. Helme dieser Bauart sind schon lange bei der SCA (Society of Creative Anachronism) bekannt, die in ihren stichfreien Rattangefechten allerdings eine andere Visierform verwenden. Der Helm soll im Historischen Fechten anstelle einer Fechtmaske zum Einsatz kommen. Die Belastungen für eine Fechtmaske sind im Historischen Fechten immens, da sie für die dort mögliche Energie nicht gebaut wurden. Durch Applikationen aus Leder oder Eigenkonstruktionen kann die Lebensdauer der Fechtmaske erhöht werden, doch ist der Abrieb sehr hoch und damit kann die Sicherheit nicht mehr gewährleistet werden. Eine Fechtmaske sollte bei regelmäßiger Verwendung im Historischen Fechten alle zwei Jahre ausgetauscht und regelmäßig überprüft werden. Daher ist die Motivation recht hoch, einen Helm zu erwerben, der eine längere Lebensdauer aufweist bei gleicher oder größerer Sicherheit.

Ankündigung des Verkaufs:

Helmdarstellung des VerkäufersDieser Helm wurde von uns entwickelt, um auf dem Markt und im Battle sicher fechten zu können, ohne wirklich die Darstellung zu verhunzen.
Wer mag schon in Gewandung auf dem Markt mit Fechtmaske seine Kunst zum Besten geben. Sieht immer irgendwie doof aus. Jedoch sind authentische Verletzungen auch nicht wirklich prickelnd.
Daher dieser Kompromiss. Das Visier ist zwar nicht wirklich historisch belegt, jedoch kann man es auch gegen ein wirklich historisches austauschen. Die Sicht ist sogar etwas besser als bei einer Fechtmaske und ich habe das Teil in einem Vollkontakt-battle ausprobiert. Das Visier hält! Es besteht aus Stahl und ist rings herum verschweißt. Der mittlere Steg gibt zusätzliche Stabilität und wird beim tragen nicht wahrgenommen.

Bei der Bestellung bitte Kopfumfang angeben. Historische Visiere (zB. deutsche Klappvisier) können als Zubehöre bestellt werden.

Ausführung

Der Helm besteht aus drei Teilen und lässt sich zerlegen: Haube, Visier, Stift. Das Visier besteht aus ca. 2mm dickem Lochblech, die Beckenhaube aus ca. 1,6mm Blech (mit Meßschieber ermittelt). Das Komplettgewicht beträgt ungefähr 2,4kg.

Ein Kinnriemen ist zwar vorhanden, das Riemenwerk ist jedoch aus dünnem Spaltleder und sollte ausgetauscht werden. Die Riemen sind mit Hohlnieten befestigt.

Das Visier ist mit einer massiven Lasche, die als Scharnier ausgeführt ist, an der Beckenhaube befestigt. Es wird mit zwei Zapfen angepasst und mit dem Stift verriegelt. Mit einem Lederriemen wird das Visier verschlossen. Aufgeklappt rastet das Visier in zwei Stellungen ein, jedoch lässt sich der Riemen ohne “Knappe” kaum selbst wieder verschließen, so dass ich eher den Helm absetzen als das Visier öffnen würden. Der umlaufende Rahmen des 2mm Lochblechs ist aufgeschweißt.

helm6 Visier Visier Innen helm10

Tragekomfort

Der Helm hat kein Innenfutter, also ist das Tragen einer Bundhaube oder ähnlichem erforderlich. Die folgenden Bilder illustrieren den Sitz des Helms im Vergleich zu einer Fechtmaske.

helm-seite helm-front

Wir haben diesen Helm zum Training eingesetzt. Trotz des im Vergleich zur Fechtmaske höheren Gewichtes sind wir der Meinung, dass er sich problemlos tragen lässt. Eine gute Bundhaube ist jedoch notwendig, besser wäre noch eine entsprechende “Spinne” im Helm. Das Sichtfeld ist mit dem der Fechtmaske vergleichbar. Bei der Bestellung sollte wie der Verkäufer rät, unbedingt der Kopfumfang angegeben werden, so dass man einen einigermaßen passenden Helm bekommt.

Das Tragen einer Brille unter dem Visier ist prinzipiell möglich. Beim Anprobieren mit Brille war ausreichend Platz, im Training hat es jedoch Probleme bereitet. Dies lässt sich aber auch durch eine optimal geschnittene Polsterhaube korrigieren.

Sicherheit

helmhbProblematisch ist auf jeden Fall der fehlende- Nacken und Halsschutz. Im Vergleich zur Fechtmaske: der Halsschutz. Hier muss mit einem modernen Schutz, aufgewertet mit einem historischen Kragen und Kettengeflecht gearbeitet werden. Eine so genannte Halsberge (siehe Abbildung) ist unbedingt zu empfehlen, wenn mit einer Zweihandwaffe gestochen wird.

Die Sicherheit des Visiers gegenüber Stichen ist mit einem großen Fragezeichen versehen. Zwar sind es 2mm Stahlblech, die sicherlich nicht leicht reißen, doch hier fehlt uns die Sicherheitsgewährleistung, die von den Fechtmasken bekannt und von ordentlicher Prüfstelle bestätigt wurde. Aktuell überlegen wir uns, eigene Tests zu veranstalten.

2. Okt. 2012, Daniel, JPK

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