Ritterliche Wehr

Wolfram von Eschenbach (Codex Manesse) Quelle: Universitätsbibliothek HeidelbergThemen des Artikels:                                                         Themen des Artikels:                                                         Themen des Artikels:

Im Historischen Fechten treffen wir auf eines der letzten Überbleibsel der christlich-abendländischen Ritterlichkeit. Die ritterlichen Künste des Historischen Fechtens spiegeln in den meisten erhaltenen Quellen den ritterlichen Grundgedanken wider, daß die angemessene Form der ritterlichen Auseinandersetzung der Zweikampf mit gleichen Waffen ist. Diese Grundidee ist in den vorhandenen Quellen des Historischen Fechtens stark gegenwärtig, so stark, daß man sie als Grundlage der Vermittlung der Kampfkunst sehen kann. Ritterliche Werte wurden in verschiedenen Richtlinien überliefert. Diese Richtlinien enthalten antike, militärische, feudale und letztlich christliche Zielsetzungen. Ich möchte hier vier ritterliche Werte vorstellen, die niemals an Aktualität verloren haben.

Das Historische Fechten dient, in seiner besten Ausgestaltung, der Vermittlung und der Wahrung aller genannten Werte. Außerdem steht heute die Verbindung von Waffenhandwerk und Bildung (Arma et Litterae) deutlich im Vordergrund, denn ein Historischer Fechter muß sich mit den Historischen Überlieferungen beschäftigen, welche uns in Buchform vorliegen.

Themen des Artikels:

  • Ritterliche Wehr und Historisches Fechten
  • STAETE/CONSTANTIA, PERSEVERANTIA

  • MAZE/TEMPERANTIA, MEDIOCRITAS

  • REHT / JUS

  • MILTE / LIBERALITAS, CLEMENTIA

  • Das Historische Fechten

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Schwert und Schwertkult

Ritterschlag aus Eschenbachs Parzival, Quelle: urn:nbn:de:bsz:16-diglit-22092Themen des Artikels:

Wenige Waffen haben den gesellschaftlichen Stellenwert, welchen das Schwert in unserer heutigen Lebensart einnimmt. Das Schwert ist als Sinnbild von Macht und kriegerischer Stärke unübertroffen, obschon es seit gut hundert Jahren in Europa immer weniger als Waffe benutzt wurde. Beispielsweise war der Haudegen oder Säbel noch vor dem Zweiten Weltkrieg die Polizeioffizierwaffe in Deutschland. Das Schwert war im Laufe der Geschichte zumeist nicht die ursächliche Kriegswaffe. Dieser Platz gebührt der Stangenwaffe und dem Schild als Schutzwaffe. Dennoch hat das Schwert und nicht der Speer den ersten Platz unter den Trutzwaffen eingenommen. Wie keine andere Waffe verkörpert das Schwert persönliche Eigenschaften des Krieges, welche offenbar den drei zuvor genannten Waffen abgehen.

Themen des Artikels:

  • Was ist das das Schwert
  • Das Schwert als Kultgegenstand

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Geschichte des Schwertes

Albrecht Dürer, Irische Kriegsleute und Bauern (1521)Themen des Artikels:

Die Geschichte des Schwertes geht Hand in Hand mit den Fortschritten in der Materialkunde und der Schmiedekunst einher. Das Schwert könnte man als den ersten Gegenstand bezeichnen, welcher außer dem Töten von Zeitgenossen für den Menschen keinen brauchbaren Wert hat (außer als Kultgegenstand!). Dadurch unterscheidet sich ein Schwert von einem Speer, einem Messer oder einer Axt, welche zumindest als Jagdwaffe oder Werkzeug auf eine sehr lange Verwendung seit der Steinzeit zurückblicken können.
Seit der Bronzezeit wurde das Schwert als Waffe hergestellt. Mit dem Aufkommen des Rennofens vor über zweitausend Jahren wurde eine wirtschaftlichere Herstellung von Stahl möglich. Der Rennofen stellte einen geradewegs schmiedebaren Stahl mit unterschiedlichem Kohlenstoffgehalt zur Verfügung. Als Seitenwaffe für den Nahkampf fand es in fast allen Epochen seit der Bronzezeit Verwendung.

Themen des Artikels:

  • Entstehung des Schwertes
  • Das Schwert und der Krieg im Mittelalter

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Aufteilung des Schwertes

Die Waffenteile des Schwertes benennen zu können ist für einen Fechter unerläßlich, wenn man Schwerter vergleichen und beurteilen möchte. Für den fortgeschrittenen Fechter ist ein gefühlsmäßiges Verstehen der Waffenteile, vor allem der Schwingungsknoten und Kipppunkte, überaus wichtig. Eigentlich glaubt man, daß ein Schwert nicht aus vielen benennbaren Teilen bestünde, doch nach etwas Nachdenken kommt man auf über 20. Ein gutes Schwert oder Fechtschwert herzustellen ist ein Kunsthandwerk.

Themen des Artikels:

  • Waffenteile des Schwertes
  • Ort

  • Klinge/ Blatt

  • Vordere Schneide

  • Hintere Schneide

  • Fase *

  • Hohlkehle *

  • Grat *

  • Schwäche

  • Schwächeseitiger Kipppunkt *

  • Schwingungsfreier Knoten */ Einschlagpunkt ‘

  • Stärke

  • Ausgestellte Fehlschärfe/ Parierhaken *

  • Stärkeseitiger Kipppunkt */ Kontrollpunkt *

  • Keilwinkel *

  • Politur *

  • Regenleder *

  • Kreuz

  • Gehilz

  • Angel

  • Gehilzseitiger schwingungsfreier Knoten *

  • Kloß

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Klingentypologie nach Oakeshott

Klingentypologie nach Oakeshott (Quelle: common)

Die Oakeshott Einteilung des mittelalterlichen Schwertes gründet sich auf der Ausformung der Klinge nach Ewart Oakeshott (1916-2002). Die älteren Einordnungen (Petersen und Wheeler) nahmen schwerpunktmäßig das Gehilz als Anhaltspunkt. Die Schwerter werden nach Oakeshott in 13 Haupttypen unterteilt, nummeriert von X-XXII (eine frühere Einteilung von Wheeler, 1927, zählte von I-IX, deswegen führte Oakshott mit X fort). Diese Einteilung nach Oakeshott stammt aus dem Jahre 1964, welche 1981 überarbeitet und ergänzt wurde.

Themen des Artikels:

  • Typ X (Gaddjhalt)
  • Typ XI (Sankt Moritz)

  • Typ XII (Sancho IV)

  • Typ XIII (Apocalypse des Johannes)

  • Typ XIV (Landgraf von Hessen)

  • Typ XV (Schwarzer Prinz)

  • Typ XVI (Sankt Petrus)

  • Typ XVII (Sempach)

  • Typ XVIII (Heinrich V)

  • Typ XIX (Frühes Rapier)

  • Typ XX (Dreikanal)

  • Typ XXI (Cinquedea)

  • Typ XXII (Parat Cinquedea)

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Schwertkampf lernen

Themen des Artikels:

Schwertkampf lernen, bedeutet Historisches Fechten zu erlernen. Historisches Fechten ist ein Allgemeinbegriff für die überlieferten Kampfkünste vergangener Zeiten. Schwertkampf lernen bedeutet, sich einem anspruchsvollen und anstrengenden Training zu unterziehen. Stahl auf Stahl ist eine Fechtschule. Eine Fechtschule ist eine Schule, in der man Schwertkampf lernen kann. Heute müssen wir zum Glück nicht Schwertkampf lernen, um uns täglich zur Wehr setzen zu können. Dennoch ist es sicher besser, gewisse kämpferische Fähigkeiten zu entwickeln und zu schulen, körperlich, seelisch wie geistig, als ohne einen Sinn für die Kampfkunst durch das Leben zu gehen. Und es können heute selbstverständlich auch Frauen Schwertkampf lernen.

Themen des Artikels:

  • Was ist Schwertkampf?
  • Schwertkampf erlernen mit Johann Wolfgang von Goethe

  • Schwertkampf lernen und Historisches Fechten

  • Stahl auf Stahl

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