
Bei Stahl auf Stahl wird stets ein geregelter Unterrichtsablauf angeboten. Es geht in der Kampfkunst nicht um planloses Sammeln von Stücken, Spielen oder Techniken. Auch ist bloßes Herumdengeln und wildes Fuchteln mit den Übungswaffen nicht beabsichtigt. Vielmehr ist es wichtig dem Schüler von Anfang an die Gesetzmäßigkeiten des Fechtens nahe zu bringen. Nur durch das Verständnis einer Lehre, einem Bewußtsein für die Kampfkunst, wird ein Schüler in der Lage sein später Kampfübungen und darnach das Freifechten durchzuführen. Deswegen beginne ich jede Übungsstunde mit einer kurzen Unterredung über die drei Begriffe Fürsorge, Mitgefühl und Respekt.
Es gilt den Übungsablauf dergeart zu gestalten, daß ich möglicht viel Übungszeit mit meiner gewählten Waffe übe. Infolgedessen erfolgt schon das Aufwärmen mit Waffe oder Ringen. Es werden keine Leibesübungen zum Warmmachen verwendet, keine Laufeinheiten, sondern sogleich Waffenübungen oder Ringübungen. Dieser Ansatz unterscheidet sich von der Gliederung der heutigen Sportlehre.
In jeder Übungseinheit werden am Ende Kraftübungen durchgeführt, welche von Dehnkräftigung gefolgt werden. Auch bei Kampfübungseinheiten ist am Ende die Dehnkräftigung vorgesehen. Dehnkräftigung ist der Schlüssel zu einer guten Haltung und starken, aber langen und damit dehnbaren Muskeln.
Ein Historischer Fechter sollte dem Aufbau der historischen Quellen folgen. Die Quellen hängen zumeist einer gewissen inneren Ordnung nach. Es ist nicht dienlich ihre Inhalte durcheinander zu werfen. Diese Vorgehensweise macht viel Mühe, vor allem für den Unterrichtenden, weil außerordentlich viel Arbeit mit der jeweiligen Quelle nötig ist. Aber dies sollte für den Historischen Fechter, der selber unterrichtet, eigentlich Pflicht sein. Bei Stahl auf Stahl gibt es keinen Frontalunterricht, sondern nur Partnerunterricht. Es steht also nicht ein Vorturner vor einer Gruppe, wie wir es aus der Schule kennen.
HIe hebt sich an meister lichtenawers kunst des fechtens, GMN 3227a
• Jede Fechtlehre muß zuerst in dem ihr eigenen Grundgedanken verstanden werden. Unterschiedliche Quellen zu ein und derselben Lehre können sich durchaus stark unterscheiden. Also muß am besten Quelle für Quelle einzeln verstanden, ausgelegt und geübt werden.
Themen des Artikels:
- Bedachtes Üben
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Die Quellen
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Zeitlicher Rahmen
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Partnerunterricht
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So viel Zeit wie möglich mit der Waffe
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Kraft und Dehnübungen
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Verschiedene Lehren
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Der Unterschied zwischen Schülern und Kunden
Weiterlesen in dem Artikel Übungsansatz, Erlernen des Schwertkampfs als Kampfkunst



