von Richard Cole » Samstag 6. März 2010, 23:37
Hmm.
Liutger, Walpurgis, eher ein Liebespaar, mit dem eifersüchtigen Schüler als ständiges Ärgernis. So um 1270. Liutger hat die Idee die Fechtkunst, die er auch dem Kreuzzug in einer Vision erfuhr, in einem Buch niederzulegen. Es folgen zwei Jahre harte Arbeit, und das Buch ist vollendet. Walpurgis wird schwanger.
Der rasend eifersüchtige Schüler ermordet Walpurgis, nachdem sie Rudolf geboren hat. Außerdem entwendet der Schüler das Buch und verkauft es an einen reisenden Händler. Dann beginnt der Schüler eine Karriere als Wegelagerer. Durch die furchtbar Fechtkunst kaum besiegtbar wird der Schüler zur Plage für Land und Leute.
Liutger hällt einige Jahre in Trauer still. Der Schüler wird immer umtriebiger und macht sich als Raubritter immer lästiger. Dann erkennt Liutger seine Pflicht und zieht in den Kampf, um das Ungeheuer, daß er schuf, zu vernichten. Liutger stellt den Schüler schließlich und erschlägt diesen, Dabei wird er schwer verletzt. Danach wendet sich Liutger von der Fechtkunst ab.
Rudolf wächst im Dorf neben Liutger Kloster auf und wird Ministeriale, weil die Fechtkunst ungewöhnlich stark in ihm schwelt. Rudolf tritt nach dem Tode seines Vaters Liutger, so um 1300, dem Deutschen Orden bei und kommt zur Burg Dobrin an der Weichsel. Hier wird er zum braven Streiter gegen die Heiden. Rudolf hat aber eine Affaire mit einer Heidin, aus dieser unheilgen Beziehung wir ein Sohn hervorgehen: Johannes. So um 1310.
Johannes wird zuerst verstoßen. Er wächst bei seiner Mutter auf. Hier beginnt auch die Freundschaft mit Hanko, einem jungen intelligenten Mann, der Priester werden will. Doch sein Vater Rudolf wird auf Johannes aufmerksam, als dieser immer wieder bei allerlei Gelegenheit durch gnadenlose Schwertarbeit auffällt. Schließlich wird Johannes als dienender Bruder, so um 1340, in den Orden aufgenommen und Hanko als Ordenspreister geweiht.
Johannes muß Hanko auf dessen Reisen für den Orden oft begleiten und läßt keinen Gelegenheit aus sich zu dengeln. In den 1350'ern kommen Hanko und Johannes auch nach Gülpland (Italien), und mischen dort ansässige Fechter auf.
Auf diesen Reisen fällt Johannes auch das Buch seines Großvater Liutgers in die Hände. Schnell wird Johannes klar, daß Liutger genauso gefochten hat wie er. Johannes fängt an ein Gedicht zu schaffen, vom dem es schon reicht die genaue Wortfolge zu kennen, um fast unbesiegbar fechten zu können.
Hanko legt dieses Gedicht in den 1380'ern auf der Brug Dobrin schriftlich nieder, doch er versieht das Gedicht mit einem Schlüssel. Denn zwischenzeitlich hat Johannes so machen Ordensritter im Zweikampf erschlagen und ist zu einer Last für die Burg Dobrin geworden. Schließlich werden Hanko und Johannes am 16. September 1391 bei einer Reise in den Süden von einer Schar aufgebrachter Fechtmeister und einem Mob Bauern in Marchdorf erschlagen. Johannes hatte es wieder eimal nicht lassen können diesen und jenen Leichmeister bluten zu lassen.
Aber Johannes hat auch kurz vor seinem Tode, um 1380, einen Sohn gezeugt, Jörgen. Jörgen ist der Sohn einer Marketenderin, mit Namen Waltraud Stettner. Auch in Jörgen ist die Fechtkunst stark. Jörgen wird fahrender Fechtlehrer. Schnell ist sein Name bei allen Fechtern im Reich gekannt. Jörgen hat das Buch seines Urgroßvaters, das Gedicht seines Vaters und den Schlüssel von Hanko. Aber Jörgen sieht eine zu große Gefahr für die Christenheit in dem Gedicht, so daß er es verändert. Den Schlüssel hält er geheim.
Jörgen hat vier Meisterschüler, Abrahm Ott, ein bekannter Ringer, die Brüder Lignitzer, zwei Wüste Schläger, und Paulus Kal, einem etwas gekünstelten Fechter, der gerne Monologe hält. Außerdem hat Jörgen einen unehelichen Shohn, Hans, geboren 1419. Seine Mutter hat den Namen Adelheid Talhoffer.
Hans und die Meisterschüler können sich nicht leiden. Nur mit dem Juden Ott kann Hans etwas anfangen. Ott weist Hans in die Geheimnisse der Kaballa ein. Hans bekommt von seinem Vater Jörgen als einziger das Gedicht von seinem Großvater Johannes und den Schlüssel beigebracht. Das Buch bekommt Hans nie zu sehen, Jörgen bringt das Buch von Hansens Ururgroßvater in einem fränkischen Kloster unter, wo es rund um die Uhr bewacht wird.
Im Suff erschlägt dann um 1440 Hans die Brüder Lignitzer, als diese sich wieder eimal über seine laue Kampfkunst lustig machen. Doch die Brüger haben nicht gewußt welche Wirkung das Gedicht haben kann, wenn man den Schlüssel besitzt.
Jörgen verstößt Hans, Kal schwört Rache. Ott zieht sich darauf hin aus dem Fechtgeschen zurück und hütet Vieh auf einer Alm im Südosten des Reiches.
Hans ist sich seiner Schuld durchaus bewußt und verflucht seinen Großvater Johannes und dessen teuflische Fechtkunst. Vom Tode angezogen wird Hans Lohnkämpfer beim Ordal. Nur so glaubt er seine Schuld sühnen zu können. Für das Recht anderer bringt Hans nunmehr den Tod.
Außerdem beginnt Hans seine ganze Kraft auf einen neue Fechtkunst zu verwenden, die in der Lange ist die Fechtkunst seines Großvater zu schlagen, denn Hans ist sich nicht sicher wie viele Menschen noch das echte Gedicht und den Schlüssel kennen.
Jörgens entschärftes Gedicht wird zwischenzeitlich im ganzen Reich bekannt.
Hans fängt an sich Gedanken über Bücher zu machen. Denn wenn, vielleicht erst nach seinem Tode, das echte Gedicht und der Schlüssel bekannt werden, wer würde dann noch aufstehen und der höllischen Fechtkunst seines Großvaters Einhalt gebeiten? Somit rastet Hand nicht, bis er 1467 sein letztes Buch fertig stellt, sein Alterswerk. In diesem Buch legt er die Lehre nieder, wie man dem Fluch von Dobrin bricht.
Fechtergruß
„Es gibt stets zwei Endpunkte, zwei Gegensätze. Die Kampfkunst ist die Fertigkeit, welche in ihre Mitte fällt.“