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1550 ca. COD. GUELF. 38.21 AUG. 2°

Sources and Literature - Informationen zu verfügbaren Quellen, die neu im Web sind bzw. waren. Das ist ein Sammelforum zum Nachschlagen.

1550 ca. COD. GUELF. 38.21 AUG. 2°

Beitragvon jpk » Freitag 7. Dezember 2012, 12:44

J. Wallhausen hat ein weiteres Manuscript von Lienhardt Sollinger ergoogled nachdem es in Wolfenbüttel still und heimlich gescannt und auf deren Webseite gebracht wurde:

Sein Artikel http://paleo.eskirmology.co.uk/sollinger/

Das Manuskript http://dbs.hab.de/mss/?list=ms&id=38-21 ... =Heinemann
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Re: 1550 ca. COD. GUELF. 38.21 AUG. 2°

Beitragvon JanPSV » Samstag 8. Dezember 2012, 13:50

Schön, er gibt auf Seite 233 (Blatt 113r, Figur 33) auch die "Geheime Technik" wieder :-)

http://diglib.hab.de/wdb.php?dir=mss/38 ... ointer=232

Ich tu mir mit der Handschrift schwer und kann nur etwa jedes 3. Wort entziffern. Kann hier jemand den Vierzeiler entziffern?? Steht das was anderes als bei Wilhalm oder Mair?
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Re: 1550 ca. COD. GUELF. 38.21 AUG. 2°

Beitragvon tourist » Donnerstag 13. Dezember 2012, 16:37

Hallo, ich habs mal probiert - bitte bedenkt dabei, dass ich zwar Historiker bin, aber als HFler erst blutiger Anfänger. In näherer Zukunft will ich zwar bis zum Harnischfechten kommen, aber niemals wieder will ich mich auf so ein verdammtes Pferd setzen. Na, vielleicht kann ich ja trotzdem anderen behilflich sein beim Rekonstruieren des Rossfechtens.

Also, hier die zeilengenaueTranskiption:

"Item so ainer auf dich eile unnd kanst zu kainer wehr nit komen so

schauw dz du dz anwerffl wol bey dir habest, wie dich ? maister lehrn

wann die stukh sollen vborgen sein, man schreibt sy nit gründtlich, das

anwerffen wo du in triffst, tritt nu von im dem/deen gaul wie eh gemalt stan."

Ich verstehe das so, dass eine Art Hilfswaffe, das "anwerffl", mitgeführt werden soll und laut einem verborgenen,bis dahin also vielleicht nur mündlich direkt vom Fechtlehrer weitergegebenen, "Lassotrick" soll man den anderen dann mit dieser Schlinge oder diesem Seil vom Pferd zerren.

So ein Seil ist eventuell schneller vom Sattelknauf aus eingesetzt als eine Waffe gezogen werden kann ("kanst zu kainer wehr nit komen") und wenn der Gegner erst mal unten liegt, geht es "normal" mit Ringen und Dolch weiter...

Ich hoffe, ich konnte eine plausible Lesart anbieten (das Fragezeichen ist ein "Buchstabe, den ich gar nicht entziffern konnte, während der Schrägstrich zeigt, dass ich nicht sicher bin, ob es "deen" oder "dem" heißt) und muss sagen, dass diese Digitalisierungen mit der Option des Vergößerns :ugeek: eine super Sache sind. Da kann man stundenlang in den Quellen schwelgen, egal ob der Lesesaal des besitzenden Hauses zu der Uhrzeit geöffnet wäre [eule] - wenn man denn die wertvollen Bücher überhaupt in die Hand bekäme... :lol:

Man trifft sich,

Felix aus Eltville
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Re: 1550 ca. COD. GUELF. 38.21 AUG. 2°

Beitragvon JanPSV » Donnerstag 13. Dezember 2012, 19:11

Toll, danke!
Hm, also steht da in etwa das, was auch beim Willhalm steht... Mair ist bei der Beschreibung ausführlicher - er schrieb jedoch lediglich von Wilhalm ab wobei nicht klar ist, ob er sich den Text zu den Bildern nicht ausgedacht hat^^
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