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Schnittübungen mit Ton

Training and Teaching Methods - Sammelforum für Beiträge zu Themen rund um die Vermittlung der Historischen Bewegungskultur. Dieses Forum dient auch als Nachschlagwerk.

Re: Schnittübungen mit Ton

Beitragvon Richard Cole » Mittwoch 28. November 2012, 14:53

Schon Oakeshott selber bewertet seine Schwertklassen in Hinblick auf Hieb und Stich - es ist sogar eines der wesentlichen Merkmale seiner Typologie.

Ich habe nicht gegen Schnitttest. Ich finde die Arbeit am Palus aber besser. Auch in Japan kommt der Schnitttest eher in der Zeit des Zerfalls der dortigen KKs.

In China ist ein Schnitttest eher unbekannt - dafür findet sich aber schon bei Dschuang Dzi eine Bemerkung, daß man ein Schwert zwar rasiermesserscharf schleifen kann, es dafür aber auch schnell bricht.

Ein rasiermesserscharfes Schwert wird vor allem im Band oder gegen einen Schild brechen, nicht aber gegen Ton oder Stroh.

Beim Fechten ist der Schnitt auf alle Fälle eine der Waffenwirkungen, der Stich ist aber weitaus tödlicher, denke ich.

Wer dir oberhaut zornhau ort dem draut

Das bringt es auf den Punkt, Hauen ist Zufechten, Krieg ist meistens Stechen.

Man sollte einen Schnitttest ersinnen, der dieselbe Mechanik wie das Fechten hat.

Also eine Plastflasche auf einem Ständer, vor dem eine Holzstange schräg aufragt - das habe ich vor Jahren schon vorgeschlagen.

Die heutigen Schnitttests kommen eher einer Hinrichtung gleich - und in Japan gab es durchaus Bezüge zwischen Hinrichtung und Schnitttests.

So die Bemerkung eines Delinqueten, aus meiner Erinnerung: "Hätte ich gewußt, daß Ihr mich mit dem langen Messer richten würdet, dann hätte ich Steine geschluckt, um Euer langes Messer zu runinieren".

Schon sind wir wieder bein Dschuang Dzi und seine rasiermesserscharfen Blättern.

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Re: Schnittübungen mit Ton

Beitragvon Althalus » Mittwoch 28. November 2012, 16:08

Man sollte einen Schnitttest ersinnen, der dieselbe Mechanik wie das Fechten hat.

Das gibts ja schon - nur machts keiner. :twisted:
Oder was meinst du, was der Kreis oder die Linie aus Bambus/Tatami für einen Sinn haben?
Klar, der Japaner schneidet halt alles, weil sein Schwert für den Stich nunmal nicht ganz so ideal ist, das ändert aber nichts an der Idee dahinter.
Aber dazu brauchts eben Platz und mehrere Schnittziele in verschiedenen Positionen. Ganz toll wäre auch noch unterschiedlich große Ziele in unterschiedlichen Höhen.
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Re: Schnittübungen mit Ton

Beitragvon Richard Cole » Freitag 7. Dezember 2012, 18:31

Nein - ich meine viele Treffer in kurzer Zeit . nicht Schnitte, die eher zu Hinrichtungen passen.

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Re: Schnittübungen mit Ton

Beitragvon Althalus » Freitag 7. Dezember 2012, 18:43

Das kannst ja machen - der Aufbau an sich ermöglicht es ja, was du dann genau machst, bleibt ja dir überlassen. Aber du kannst z.B. mehrere Ziele hintereinander aufbauen, etwas versetzt, sodass du z.B. in der Vorwärtsbewegung mehrere Treffer setzen kannst, ohne am ersten Ziel stehen bleiben zu müssen.
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Re: Schnittübungen mit Ton

Beitragvon Richard Cole » Samstag 8. Dezember 2012, 17:06

Ja - etwas in der Art ist eher an das Fechten angelehnt.

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Re: Schnittübungen mit Ton

Beitragvon HJZ » Freitag 4. April 2014, 21:41

Schneiden in Ton kann ich mit JEDER stumpfen Klinge.
Wie "sauber" der Schnitt wird, hängt von der Körnung und der Feuchtigkeit im Ton ab.
Was das Video zeigt, scheint ein feinkörniger und recht feuchter ton zu sein.
Da hau selbst mein Dekoschwert ohne Probleme durch.

Was mir im Video aufgefallen ist: die Hiebe werden fast ausschließlich mit Armkraft geführt.
Das Leben ist ein Spiel mit 100%tig tödlichem Ausgang.
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Re: Schnittübungen mit Ton

Beitragvon jpk » Montag 5. Mai 2014, 21:25

HJZ hat geschrieben:Was das Video zeigt, scheint ein feinkörniger und recht feuchter ton zu sein.
Da hau selbst mein Dekoschwert ohne Probleme durch.

Na, und, gebrannter Ton haut auch meine Keule kaputt :mrgreen:
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Re: Schnittübungen mit Ton

Beitragvon Richard Cole » Freitag 9. Mai 2014, 13:15

Und interessant das Führen von zwei Messern/ Säbeln.

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