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[Simulator] Empfehlenswerte Fechtfeder

Armoury and Staffroom - Dieses Forum dient zum Informationsaustausch über Übungsgeräte, Simulatoren und Literatur. In einem Unterforum kannst du den Flohmarkt besuchen. Im Lehrerzimmer werden Unterrichtsmethoden diskutiert.

[Simulator] Empfehlenswerte Fechtfeder

Beitragvon Davinel » Mittwoch 14. November 2012, 01:30

Hallo allerseits,
nachdem hier viele langjährige Fechter mitlesen, wollte ich mal fragen wie eure Erfahrungen mit den verschiedenen Federherstellern sind.

Früher wär die Sache aufgrund des deutlich geringeren Preises der Hanwei Federn wohl schnell entschieden gewesen, aber nachdem die inzwischen auch einiges mehr kosten (siehe zB http://www.trainingsschwerter.com/Waffen/Training/Fechtfedern/ ), könnte man sich eher überlegen den Mehrpreis für einen anderen Hersteller zu investieren.

Also wie sind da eure Erfahrungen im Vergleich Hanwei 2. Generation vs Regenyei / Jiri / Berbekucz / usw.?
Oder ist sowas wie Jiris "Sporting Longsword" von der Stichsicherheit mit einer Feder vergleichbar?

Die Klinge soll, wenn dann mal die dazu nötige Schutzausrüstung komplett vorhanden ist, natürlich auch im Sparring eingesetzt werden. Darum eben auch Federn statt (steifem) normalem Schwert.

edit: Oberkörperschutzfrage in eigenen Thread ausgelagert

Ich hab als Student nicht übermäßig viel Budget zur Verfügung, darum wirds auch nicht grade ein Albion werden...
Zuletzt geändert von Davinel am Mittwoch 14. November 2012, 14:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Empfehlenswerte Fechtfeder + Oberkörperschutz

Beitragvon jpk » Mittwoch 14. November 2012, 09:26

Die Regenyei Schulfechtfedern sind inzwischen ziemlich gut und daher auch teuer geworden. Früher gab es die für 90 Euro, nun liegen sie bei fast 180. Ist am günstigsten auf einem Event zu kaufen, denn Porto zu zahlen. Da kannst du auch die Schulfechtfedern testen. Peter stellt sie je nach Schwabbeligkeit von sehr steif bis recht schwabbelig her. Wir haben die im Verein mit sehr wenig Schwabbel und da benötigt man unbedingt einen guten Schutz. Die Schlagkante ist nicht sehr breit an der Spitze mit der Kurve und zwirbelt ordentlich rein. Wenn der Gegner schnell und kräftig arbeitet, sind diese leichten Dinger übel.
Man kann dagegen mit Maske im T-Shirt plus mit Motorradhandschuhen fechten. Habe ich mehrfach getan und sah danach entsprechend aus (Titanplatte auf dem Motorradhandschuh völlig verbeult, Daumengelenk-Kapselriss, blutige Striemen am Oberarm). Da solche Blessuren nicht Alltag sein sollen, sondern Ausnahme bei besonderen Gefechten, empfiehlt sich guter Schutz.

Bild

Hanwei ist zu schwabbelig, völlig uninteressant. Das gleiche gilt auch für Schulfechtfedern von Stefan Roth.

Ganz gut scheinen die ENSIFER- Jan Chodkiewicz Schulfechtfedern zu sein http://ensifer.carbonmade.com/projects/96362#1 - aber auch die haben das Problem mit der dünnen Schlaggkante. Und da ist auch schon ein Bruch gemeldet (http://216.242.127.82/phpbb3/viewtopic. ... 5&start=10 ). Preis kenne ich nicht, war aber bei einer Anfrage vergleichbar mit Hanwei oder Regenyei.
Bild

Pavel Moc hat auch ein neues Trainingsgerät, das mit einer verbreiterten Spitze daherkommt. Die zwiebelt allerdings gewaltig, weil sie ein kleiner Hammerkopf ist, der mit rund 60-120kmh auf dich runtersaust. Preis unbekannt, kommt aber sicherlich über 200 Euro.
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Re: Empfehlenswerte Fechtfeder + Oberkörperschutz

Beitragvon jpk » Mittwoch 14. November 2012, 09:31

Zum Oberkörperschutz mache bitte einen eigenen Thread auf. Es gibt hier schon eine Menge Infos dazu, und es können ruhig noch mehr werden, bzw. sie könnten aktualisiert werden.
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Re: Empfehlenswerte Fechtfeder

Beitragvon Althalus » Mittwoch 14. November 2012, 10:46

Ganz gut scheinen die ENSIFER-

Die, die einer bei uns im Verein hat, ist keine Feder, das ist ein federförmiges Fechtschwert. Biegung im Stich fast Null. Da dürfte ähnliches gelten wie bei Peter - genau sagen, was man will.
Gesunder Menschenverstand kann fast jeden Universitätsabschluss ersetzen,umgekehrt ist das aber durchaus nicht der Fall.
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Re: Empfehlenswerte Fechtfeder

Beitragvon JanPSV » Mittwoch 14. November 2012, 15:03

Hanwei 2.0 hat den großen Nachteil dass das Klingenprofil fast quadratisch ist. Man fühlt kaum einen Unterschied vom Wechsel zwischen Schneide und Fläche im Band. Kurz vorm Ort ist sie so wabbelig, dass Bindungen in dem Bereich nicht funktionieren. Ausserdem ist in dem Bereich die Schlagkannte so dünn, dass sie fast scharf ist.
Aber dafür sind die unteren 3/4 der Klinge schön dick und Steiff.

Die Pavel Moc-Federn sollen sich gut führen und sind vernünftig lang. Allerdings mit rund 2 kg recht schwer und haben somit viel "Impact". Ausserdem sind sie genauso teuer oder gar teurer als seine "richtigen" Schwerter. Ich meine 350€ kosten die...

Die Einsifer-Teile sind sehr haltbar und recht günstig, auf Anfrage auch in Länger (1,35m) leiferbar. Die Standardklinge ist aber Steif wie ein Schaukampfprügel, wie schon der Alex schrieb. Er bietet auch leichtere/flexiblere Klingen an, die hatte ich aber noch nicht in der Hand. Jedenfalls hat er einen Ruf für gute Haltbarkeit.

Regenyei macht dir deine Feder nach Wunsch von dünn bis dick über steiff bis wabbelig. Die Qualität und der Preis sind eigentlich beide recht gut. Er hat aber auch Wartezeiten von über einem halben jahr im Moment.

Die Krondak-Sporting-Schwerter sind im vordren Drittel so flexibel wie eine Feder. Somit recht sanft im Stich. Er kann Klingen nur bis max. 97 cm Länge härten lassen, was die Gesamtlänge der Feder einschränkt. In Dortmund sind die Teile Dutzentweise im Gebrauch. Gab dort schon mehrere plastisch verbogene Klingen. Ausserdem ist bei deren Sonderlänge (97 cm Kligne + 35 cm Gehilz, die Standardausfürhrung ist 10 cm kürzer oder so) der Schwerpunkt direkt, oder fast direkt, auf der Parierstange...

zu Berbekucz hab ich noch gar keine eigenen Erfahrungen, würd mich selbst mal interessieren.
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Re: Empfehlenswerte Fechtfeder

Beitragvon Davinel » Donnerstag 15. November 2012, 23:52

Vielen Dank für die hilfreichen Antworten soweit,
also mir gehts wie gesagt um eine Feder die auch beim Sparring einsetzbar ist und da sollte die Flexibilität im Stich schon da sein und sowas wie die Federn von Pavel liegen dann wohl über meinem Preisbereich.

Wobei, das Sporting Schwert von Krondak find ich auch recht interessant, aber wenn ich mir den Kopf anschau sieht das nach schon nach etwas mehr als nem kleinen Hammerkopf aus.

Das ist jetzt vielleicht ne blöde Frage, aber wie sieht das mit Gewährleistungen bzw. Kulanz der verschiedenen Schmiede aus? Ist da noch was zu machen wenn einem mehr oder weniger bald die Feder bricht oder hat man dann halt Pech gehabt?
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Re: Empfehlenswerte Fechtfeder

Beitragvon jpk » Donnerstag 15. November 2012, 23:55

Die meisten Schmiede sind da kulant.
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Re: Empfehlenswerte Fechtfeder

Beitragvon JanPSV » Freitag 16. November 2012, 10:10

Zumindest vom Pavel Moc hab ich gehört dass er problemlos umtauscht. Zu den anderen Schmieden kann ich nichts sagen.
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Re: Empfehlenswerte Fechtfeder

Beitragvon Richard Cole » Freitag 16. November 2012, 17:15

Von JiNo sind mir bis jetzt 2 Angeln gebrochen (aus gut 100 Schwerten innerhalb 1-2 Jahre Fechtbelastung). Beide Schwerter wurden anstandslos durch WestCoast ausgetaucht, da es sich in beiden Fällen recht klar um Materialmängel handelte.

Jenseits von 2 Jahren Fechtbelastung werde ich aber keinen Umtausch anstreben, weil ein Fechtschwert bei SAS eben einer starken Belastung unterliegt.

Bis jetzt haben das JiNo und WestCoast extrem kulant gelöst.

Fechtergruß
„Es gibt stets zwei Endpunkte, zwei Gegensätze. Die Kampfkunst ist die Fertigkeit, welche in ihre Mitte fällt.“
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Re: [Simulator] Empfehlenswerte Fechtfeder

Beitragvon Davinel » Mittwoch 5. Dezember 2012, 01:42

Ich bin auch grade über das hier gestolpert:
http://www.thetimeseller.com/product/6263/0/0/1/1/Espada-Federschert-II.htm

Das dürften momentan die günstigsten Federn auf dem Markt sein. Hat zu denen jemand Erfahrungswerte?

edit: Wobei die eh ausverkauft zu sein scheinen...
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