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SAS Taiji Quan/ Quan Fa

Veranstaltungen rund um das Historische Fechten (Seminare, Workshops, Ausstellungen, Vorführungen). Jeder kann hier eine ihm bekannte passende Veranstaltung eintragen oder dazu einladen.

SAS Taiji Quan/ Quan Fa

Beitragvon Richard Cole » Dienstag 24. September 2013, 14:24

Nach Jahren der Vorbereitung werden ich 2014 mit dem Anfangen, was ich 2001 zuerst unterrichtet habe:

Taiji Quan - Quan Fa.

Dafür habe ich Sören zur Zusammenarbeit gewonnen. Unser Ziel ist es Taiji Quan im klassischen Stil anzubieten, also reine KK, ohne irgendwelche stammespolitischen Anlehnungen.

Jedes Taiji Quan orientiert sich an Chen Wangting - ob man es glaubt oder nicht, alles sogenannte Stile gehen auf ihn zurück.

Ziel ist es zuerst Tagesseminare - neben den mittlerweile üblichen T2 Tagesseminaren.

Wenn Interesse besteht können wir später die Klassiker Qiang/ Speer, Kwan Dao/ großes Messer, Dao/ Messer und Jian/ Schwert (Chang Jian/ langes Schwert) dranhängen - das ist sehr unterhaltsam und bringt für die KK enorm viel.

Ziel ist es aber zuerst die Grundlagen des Taiji Quan/ Quan Fa zu vermitteln, also Seidenspulen, 8 Grundkräfte, 5 Schritte und die Anfänge der klassischen Form. SAS Ringer werden eine Menge KK wiedererkennen, es gibt eben nur begrenzte Möglichkeiten der körperlichen Auseinandersetzung.

Die Erste und Zweite Form sind dabei zielführend, doch dauert es eine Weile sie zu erlernen. Stehende Säule ist ebenfalls interessant, auch wenn es die Peripherie des Taiji Quan darstellt.

Damit runden wir das SAS-Bild vollständig ab, mit den Asia-KKs haben wir die volle Bandbreite menschlicher Bewegungskultur. Wir haben massenweise Quellen aus China und Korea zum Thema, alle um 1580-1620 - also dem Zeitrahmen des Erstkontakts China mit dem Westen.

Fechtergruß
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Re: SAS Taiji Quan/ Quan Fa

Beitragvon Daniel » Dienstag 24. September 2013, 18:35

Taiji Quan ist waffenlos? Da hätt ich Interessenten beizusteuern :D
Seid furchtbar und wehret Euch
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Re: SAS Taiji Quan/ Quan Fa

Beitragvon Richard Cole » Dienstag 24. September 2013, 20:47

Taiji als Begriff ist eine Worthülse der Neokonfuzianer - der Begriff selber taucht, nach Sinelogen, zum ersten Mal in der China-Literatur bei Dschuang Dsi auf.

Die Worthülse Taiji wird im 19. Jahrhundert für die KK bekannt, die eigentlich Chang Quan, langes Ringen-Faustkampf, oder Quan Fa, Ringen-Faustkampf Methode.

Quan (Mandarin) heißt waffenloser Kampf im Stand und umfasst Na Fa, Greifen/Hebeln, Ti Fa, Treten, Da Fa, Schlagen und Shuai Fa, Ringen. Wie bei uns im Ringen ist der Übergang fließend. Viele Stücke, Shi genannt, heute fälschlich mit "Positur" übersetzt, sind denen von Talhoffer sehr ähnlich.

Auf Kanton Kuen - wie in Wing Chun Kuen - dieselbe KK, waffenloser Kampf im Stand.

Das Schöne an Taiji Quan - Quan Fa ist seine ihm eigentümliche Didaktik und Übungsmethode, Seidenspulen und Form, die man hervorragend solo üben kann - wenn man ausreichend im Wechsel mit einem Partner übt.

Das ist eben eine typische China-Sache: Brettharte KK gemischt mit der inneren Alchemie des Gelben Kaisers.

Generell gilt Taiji Quan - Quan Fa als fortgeschrittenste KK Chinas.

Die Waffenformen setzen, wie im HF, eine Menge voraus, die Fehlertoleranz beim Fechten ist eben Faktor 10 unter der des Ringens.

In der heutigen Welt wird Taiji als Körper-Seele-Geist System zur Entspannung/ Ausgleich und Gesundheit benutzt - was durchaus bewerkstelligt werden kann und klar ein gewünschter Nebeneffekt der KK ist.

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